Wildpflanzenschutz in Deutschland – WIPS-De

WIPs-De: Ein nationaler Verbund zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten

  

Im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt fördert das Bundesamt für Naturschutz das Projekt "Aufbau eines nationalen Netzwerkes zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten in besonderer Verantwortung Deutschlands (WIPS-De)", das 15 Gefäßpflanzenarten in besonderer Verantwortung Deutschlands schützen will. Das Projekt wird von den Botanischen Gärten Berlin, Karlsruhe, Osnabrück, Potsdam und Regensburg sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe durchgeführt.

Im WIPS-De-Projekt werden von möglichst vielen Populationen Saatgut bzw. Sporen gesammelt und eingelagert. Zusätzlich werden von ausgewählten Populationen Erhaltungs- und Vermehrungskulturen angelegt, um an geeigneten Standorten Wieder- oder Neuansiedlungsmaßnahmen durchzuführen. Die Sammlung des Saatgutes, die Auswahl der Populationen sowie die Ansiedlungsmaßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Behörden und Gebietsbetreuern vor Ort und auf die die jeweiligen Zielarten abgestimmt. Für die Sammlung der einzelnen Arten wurden Steckbriefe erarbeitet. Erhaltungskulturen, Populationsstützungen und Wiederansiedlungen benötigen Standards, die die gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen im Naturschutz beruhen. Die Erarbeitung von Kriterienkatalogen, Standards und Protokollen für die Anzucht, Kultivierung und Wiederausbringung von Wildpflanzen ist daher ein weiterer Teil des WIPS-De-Projektes.

Der Botanische Garten Berlin-Dahlem ist für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen zuständig. In diesen Ländern kommen insgesamt 12 der 15 „Verantwortungsarten“ vor: Arnica montana, Asplenium cuneifolium, Astragalus exscapus, Carex pseudobrizoides, Crepis mollis, Dactylorhiza majalis, Dianthus gratianopolitanus, Gagea spathacea, Gentianella uliginosa, Lycopodiella inundata, Rhynchospora alba und Scabiosa canescens.
 
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