Genbank für Wildpflanzen für Landwirtschaft und Ernährung

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung förderte 2009 – 2013 das Projekt Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft" (WEL) als Netzwerk verschiedener Genbanken, dem neben dem Botanischen Garten Berlin die Botanischen Gärten Osnabrück, Karlsruhe und Regensburg sowie die Pädagogische Hochschule Karlsruhe angehören.

Unter den rund 3.500 in Deutschland heimischen oder eingebürgerten Arten gibt es rund 1.000 Nutzpflanzenverwandte und etwa 1.800 Arten, die für die Pflanzenzüchtung interessant sind. Diese Wildpflanzen können von hohem wirtschaftlichem Wert sein. Gegenüber bereits lange kultivierten Nutzpflanzen weisen sie in der Regel eine hohe genetische Vielfalt und zahlreiche Eigenschaften auf, die den Nutzpflanzen durch die züchterische Bearbeitung oftmals verloren gegangen sind. Dazu gehören u.a. Resistenzen gegen bestimmte Krankheitserreger, verschiedene Inhaltsstoffe sowie die Eigenschaft, sich an sich verändernde Umweltbedingungen besser anpassen zu können. In dem Netzwerk „Genbank für Wildpflanzen für Landwirtschaft und Ernährung" beteiligte sich die Dahlemer Saatgutbank mit der Sammlung und Einlagerung von Saatgut ausgewählter Arten in Nordostdeutschland. Die Wildpflanzensamen stehen nach dem Ende der Förderung weiterhin langfristig für Forschung und Züchtungszwecke zur Verfügung.